Zu Beginn der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts hatte der Staatsbetrieb Deutsche Telekom erstmals das Ohr am Puls der Zeit und erkannte frühzeitig, dass der Bedarf an Mobilfunkgeräten stetig wachsen würde. 1992 gründete er deshalb eine eigene Tochterfirma, die wirtschaftlich eigenständig sein sollte und auf den Namen DeTeMobil hörte. Schon 1994 zählte das neue Unternehmen 1,6 Millionen Kunden. Damals belieferte es vorwiegend Kunden, die ein Autotelefon benutzten und dafür die B- und C-Netze der Deutschen Post einsetzten. Ein Jahr später nannte sich die Firma in DeTeMobil Deutsche Telekom MobilNet GmbH um und wählte damit eine Bezeichnung, die Kunden, die Presse und die Firma gleichsam schaurig fanden. Im Jahr 2000 nutzt die Telekom, die auch ihre internationalen Mobilfunkaktivitäten bündeln wollte, die Chance und legt diese mit der deutschen Tochterfirma zusammen. Das ganze Unternehmen wurde in T-Mobile International umbenannt, auch wenn die endgültige Neubezeichnung des deutschen Teils erst 2002 erfolgte.
Im Jahr 2004 erreichte T-Mobile die Spitze. Als zweites Unternehmen überhaupt präsentierte der Konzern mit Hauptsitz in Bonn ein funktionierendes UMTS-Gerät. Die Verantwortlichen erkannten das Potenzial der neuen Technologie und schlossen 2007 einen Vertrag, der sie zum führenden Anbieter auf diesem Feld machen sollte. Apple erklärte sich bereit, sein iPhone, das schnell den Ruf des besten Smartphones überhaupt genießen sollte, bis ins Jahr 2010 ausschließlich in Deutschland über T-Mobile zu vertreiben. Gemeinsam mit Apple stieg so auch T-Mobile auf. 2010 wurde so gleich ein doppeltes Schicksalsjahr. Zum einen endet der Exklusivvertrag mit Apple, zum anderen hörte T-Mobile auf als Marke zu existieren. Die Telekom führte zum 1. April des Jahres alle Gesellschaften zur Telekom Deutschland GmbH zusammen. Heute beliefert der Magenta-Konzern auf der ganzen Welt 150 Millionen Mobilfunkkunden. Diese Zahl macht ihn zur Nummer sechs auf der ganzen Welt. Allein in der Bundesrepublik hat die Telekom fast 35 Millionen Mobilfunkkunden. Mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards LTE, den die Telekom wie kein anderes Unternehmen vorantreibt, dürfte diese Zahl noch größer werden.